[…] Dabei erscheint der Spielort, die nüchterne Kammerspielbühne im Löbershof, zunächst einmal wenig geeignet für ein barockes Schäferspiel. Doch die junge Regisseurin Stephanie Kuhlmann findet eine überraschende Brücke: So wie sich literarisch interessierte und einflussreiche Menschen der Barockzeit zum Schäferspiel verabredeten, so könnten doch auch junge Leute von heute mit ihrer Begeisterung für historische und fantastische Rollenspiele auf die Geschichte von „Acis und Galatea“ stoßen. Und so beobachten wir während der Ouvertüre das dramatische Personal, wie es letzte Vorbereitungen trifft für Maske, Kostüm und Dekoration. […] geschickt nutzt die Regie den Bühnenraum, um die Figurenkonstellation in Bewegung zu halten.

Andreas Hauff

Der Neue Merker, Februar 2012

Stephanie Kuhlmann hat das Kleinod mit Mila van Daag, die für Bühne und Kostüme verantwortlich zeichnet, als neobarockes Spektakel in englischer Sprache inszeniert, das die knapp 90 Minuten wie im Flug vergehen lässt und bei der Premiere am Samstag begeistert gefeiert wurde. […] Im Theaterstudio verpackt Kuhlmann das Ganze nun in ein munteres Rollenspiel und lässt fünf junge Menschen mit Freude am Schauspielen und Singen in die alte Sage eintauchen. Dass Galatea dann quasi im Abspann das Monster und nicht den holden Schäferdarsteller küsst und die Orchestermusiker nach getaner Arbeit von den Sängern hinauskomplimentiert werden, setzt dem kecken Treiben die Krone auf. […] „It was a pleasure“ kann das Publikum von heute so wie die adligen Zuschauer vor 300 Jahren zufrieden sagen.

Karola Schepp

Gießener Allgemeine, 7. November 2011

Zum Schluss hatte es fast den Anschein, als wollten die Zuschauer mitspielen. Mit begeistertem Applaus und Bravo-Rufen krönten sie die hochkarätige Aufführung der Barockoper „Acis und Galatea“ von Georg Friedrich Händel auf der TiL Studiobühne. […] Es passte alles, Gesang und Instrumentierung unter der musikalischen Leitung von Jan Hoffmann und die einfallsreiche Inszenierung von Stephanie Kuhlmann. […] Eine äußerst sehens- und hörenswerte Kammeroper.

Wetzlarer Neue Zeitung, 8. November 2011

Mit Gespür, Einfallsreichtum, Witz und frischem Schwung bringt ein junges Inszenierungsteam ein fast 300 Jahre altes Stück auf die Bühne und heimst damit einen schönen Erfolg ein. […] In der Regie von Stephanie Kuhlmann entfaltet sich in anderthalb Stunden ein kurzweiliges Opernvergnügen. […] Die Regisseurin legt in ihrer mit leichter Hand servierten Inszenierung den Gedanken zugrunde, dass Händel sein Operchen für Liebhaberaufführungen im Kreise auserlesener Gäste als sogenannte „masque“ (Maskenspiel) geschrieben hat. Zwischen Champagner und kleinen Häppchen tauchen die jungen Leute in die Fantasie der antiken Mythologie ein und „spielen“ Liebe, Eifersucht und Tod.

Thomas Schmitz-Albohn

Gießener Anzeiger, 7. November 2011

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Stephanie Kuhlmann

Musiktheater-Regie